Robuste Fassaden

Schläge, Stöße und Abrieb verlangen den Putzoberflächen gedämmter Fassaden viel ab. Insbesondere in den mechanisch stark beanspruchten Sockel- und Eingangsbereichen hinterlassen Fahrradlenker, Bälle, Mülltonnen und andere Gegenstände nicht selten deutliche Spuren.

Deshalb hat alsecco mit Alprotect Carbon und Alprotect Nova zwei einzigartige Systemkonzepte entwickelt, die deutlich mehr Widerstandskraft bieten und dank innovativer Carbontechnologie auch sehr harten Schlägen gewachsen sind. Gezielt nutzten die Entwickler dafür die spezifischen Eigenschaften des Hochleistungswerkstoffes Carbon, der aufgrund seiner hohen Zugfestigkeit, seines geringen Gewichtes und seiner Beständigkeit gegen Temperatur und Chemikalien unter anderem auch in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik und im Motorsport zum Einsatz kommt. Das Ergebnis: Exzellenter Schutz für mechanisch stark beanspruchte Fassaden.

Geprüfte Stoßfestigkeit durch Kugelfallversuche

Kugelfalltest WDVS

Die Europäische Zulassungsbehörde ETAG sieht zur Prüfung der Stoßfestigkeit von Fassadendämmsystemen mit Putzbeschichtungen Kugelfallversuche vor und stuft die Systeme nach den Ergebnissen der Stoßtests in drei Nutzungskategorien ein. Nach intensiven Tests wurden die alsecco Funktionsfassaden nach der Leitlinie ETAG Nr. 004 in die beste Nutzungskategorie I (höchste Beanspruchbarkeit) eingestuft.

Durchgeführt werden die Tests mit verschiedenen Stahlkugeln aus unterschiedlicher Fallhöhe. Eine Kugel mit 1,0 Kilogramm Gewicht erzeugt zum Beispiel bei einer Fallhöhe von 1,02 Metern eine Belastung von 10 Joule. Nach dem Aufschlag der Kugel messen die Prüfer den Durchmesser möglicher Verformungen und untersuchen die Oberflächen auf Mikrorisse und Risse an der Stoßstelle und deren Umgebung.

Zum Vergleich: Fassadendämmsysteme mit Carbontechnologie erreichen bei spezieller Ausführung eine Belastbarkeit von 70 Joule und mehr und übertreffen damit selbst die strengen Anforderungen der ETAG deutlich.

Geprüfte Ballwurfsicherheit

Als erstes Fassadendämmsystem im Markt erhielt Aprotect Carbon die Auszeichnung „ballwurfsicher“. Nach mehrfachen Tests mit Hand- und Hockeybällen bestätigt die Materialprüfungsanstalt Otto-Graf-Institut an der Universität Stuttgart die Ballwurfsicherheit des Fassadendämmsystems. Durchgeführt wird die Prüfung nach DIN 18032-3. Alprotect Carbon stellten die Fachleute mehrfach auf harte Proben, indem sie eine Prüfwand zunächst 54 Mal aus verschiedenen Richtungen und wechselnden Auftreffwinkeln mit einem Handball beschossen. Die Aufprallgeschwindigkeit betrug etwa 84,5 Kilometer pro Stunde. Anschließend folgten auf die gleiche Wand zwölf Schüsse mit Hockeybällen. Hier betrug die Aufprallgeschwindigkeit etwa 65 Kilometer in der Stunde.

Ergebnis: Die für die Prüfung verwendeten Hand- und Hockeybälle verursachten keine Rissbildungen und Abplatzungen. Das Fassadendämmsystem blieb voll funktionsfähig. Selbst dem extremen Härtetest durch einen mit 165 Kilometer pro Stunde auftreffenden Golfball (Aufprallenergie: 45 Joule) hielt die mit Alprotect Carbon geschützte Fassade stand.

Geprüfte Hagelsicherheit

Video Hagelschlagtest: Herkömmliches WDVS vs. WDVS mit Carbon-Technologie

Als erstes Fassadendämmsystem mit Putzoberfläche wurde Alprotect Carbon die höchste Hagelwiderstandsklasse HW 5 nach den Prüfbestimmungen der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) eingestuft. Die Klassifizierung erfolgte nach den Anforderungen des Schweizerischen Hagelschutzregisters. Für Bauherren und Immo­bilien­eigentümer in der Schweiz macht sich die Investition in ein Fassadendämmsystem dieser Hagelwiderstandsklasse inzwischen sogar durch reduzierte Beiträge für die Wohn­gebäude­versicherung bezahlt. Das ist in Deutschland noch nicht der Fall, aber zweifellos ein Beleg dafür, welchen Stellenwert die Hagelsicherheit für die dauerhafte Funktionalität eines Fassadendämmsystems inzwischen hat.

Bei den Tests wurden 50 Millimeter große Hagelstücke mit 56,9 Gramm Gewicht mit einer Geschwindigkeit von 30,8 Metern pro Sekunde auf den Versuchsaufbau katapultiert. Dies entspricht einer Aufprallenergie von 27 Joule. Auch diese Belastung überstand die Fassade ohne jegliche Beschädigung. Ein weiterer wichtiger Faktor für die dauerhafte Funktionalität der Fassade, denn extreme Witterungsverhältnisse führen immer häufiger auch zu Hagelschäden. Maximalen Schutz bieten alsecco Funktionsfassaden.

Hohe Risssicherheit garantiert

Die hohe Risssicherheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für dauerhaft widerstandsfähige und langlebige Fassaden. Denn durch Risse kann Feuchtigkeit in das System eindringen und die vielfältigen Funktionen des Fassadendämmsystems erheblich beeinträchtigen.

Höchsten Schutz vor Rissbildungen bieten deshalb alsecco Funktionsfassaden. Möglich machen es ihre hochwertigen organischen, sehr elastischen Beschichtungen. Im Vergleich zu her­kömm­lichen mineralischen Beschichtungen erreichen sie eine zehnfach höhere Elasti­zitäts­tole­ranz. Damit reduziert sich das Risiko von Rissbildungen drastisch.

Organisch, dünnschichtig – innovative Carbontechnologie inklusive

Verarbeitung Fassadenputz

alsecco Funktionsfassaden repräsentieren auf allen Ebenen einen extrem hohen Ent­wicklungs­stand in puncto Fassadentechnik. Das gilt auch für die moderne Leicht­putz­generation. Mit den organischen, dünnschichtigen Leicht­putz­systemen auf Basis der innovativen Carbon-Technologie lassen sich extrem langlebige und besonders wider­stands­fähige Lösungen realisieren.

So zeichnet sich die Kombination aus der organischen Leichtarmierungsmasse Armatop Carbon und dem Siliconharzleichtputz Alsilite Sc Carbon durch eine sehr hohe Elastizität aus. Hygrothermische Belastungen, wie sie durch den Wechsel von Sonneneinstrahlung und Abkühlung anfallen, werden durch die Elastizität des Putzsystems abgefangen.

Alsilite Sc Carbon – wirkungsvoller und wirtschaftlicher Leichtputz

Alsilite Sc Carbon
Alsilite Sc Carbon

Leichter ist wirkungsvoller und wirtschaftlicher – das gilt im Übrigen auch für die Baustelle. Mit einem spezifischen Gewicht von nur 1,2 Gramm je Kubikzentimeter ist Alsilite Sc Carbon rund 30 Prozent leichter als herkömmliche organische Putze (ca. 1,8 g/cm³). Das heißt: Handwerker müssen statt der üblichen 25-Kilogramm-Gebinde nur noch 18 Kilogramm schwere Gebinde auf der Baustelle bewegen – eine spürbare Erleichterung.

Ein weiterer Vorteil ist die enorme Materialersparnis. Für die Ausbildung einer drei Millimeter starken Putzbeschichtung mit Alsilite Sc Carbon benötigt der Handwerker je Quadratmeter nur noch etwa 2,7 Kilogramm Material (Standard: über 4 Kilogramm). Damit ist der hoch wasserdampfdurchlässige Siliconharzleichtputz (sd-Wert: 0,07) bis zu 40 Prozent ergiebiger als konventionelle Beschichtungen. Als erstes nichtbrennbares organisches Fassadendämmsystem vereint Alprotect Nova die genannten Vorteile organischer Putzsysteme mit Carbontechnologie (Stoßfestigkeit, Elastizität, Leichtigkeit) mit denen mineralischer (Nichtbrennbarkeit) durch die neuartige Nano-Hybrid-Bindemittel-Technologie.

Saubere Fassaden

Dauerhaft saubere Fassaden sind das Ergebnis zahlreicher Funktionen, die Fassaden über einen langen Zeitraum sicher erfüllen. Genau das ist bei Funktionsfassaden der Fall. Sie erzielen ihre äußerst geringe Verschmutzungsneigung durch das perfekte Zusammenspiel von Abperleffekt, Wasserdampfdurchlässigkeit und nanoporiger Struktur der Beschichtungen.

Abperleffekt und Feuchteregulierung optimal abgestimmt

Während die inzwischen bewährte moderate hydrophobe Einstellung der Beschichtungen Wasser gleichmäßig in der Fläche abperlen lässt und damit auf natürliche Weise anhaftende Schmutzpartikel entfernt, sorgt die geringe Wasserdampfdurchlässigkeit der Beschichtungen von außen nach innen dafür, dass der Austrocknungsprozess des Systems bei hoher Feuchtebelastung schnell und sicher funktioniert.

Optimierter Schutz vor Algen- und Pilzbefall

Dank ihrer Hydrophobie bei gleichzeitig hoher Diffusionsoffenheit bleiben alsecco Funktionsfassaden länger trocken. Damit bieten sie einen deutlich höheren Schutz vor Algen- und Pilzbefall. Und durch ihre bereits optimierte Rezeptur müssen den Armierungen, Putzen und Farben im Gegensatz zu herkömmlichen Beschichtungen nur sehr geringe Mengen von Wirkstoffen gegen mikrobiellen Befall zugesetzt werden. Die niedrig konzentrierten Wirkstoffe, die auch in handelsüblichen Shampoos eingesetzt werden, sind zugleich durch ein spezielles Verfahren verkapselt und lösen sich nur bei Bedarf in sehr geringen Mengen aus ihrer Verkapselung und machen Algen und Pilzen das Leben schwer.

Ergebnis: Funktionsfassaden bieten einen deutlich höheren Schutz vor Algen und Pilzen – und zwar garantiert. Darauf gibt alsecco eine fünfjährige Gewährleistung.

Dauerhafte Farbrillanz

Die hohe Farbtonstabilität der Beschichtungen wird durch ihre spezielle Rezeptierung erreicht. Entscheidend ist das optimal abgestimmte Mischverhältnis zwischen Titandioxid als schützendes Weißpigment mit sehr hochwertigen Farbpigmenten.

Photokatalyse unterstützt den Selbstreinigungsprozess

Wohnhaus in Köln / Marienburg
Wohnhaus in Köln / Marienburg

Nachhaltig unterstützt wird die Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzungen durch die photokatalytische Wirkungsweise der Fassadenfarben. Sonnenlicht aktiviert einen Katalysator in der Farbe und zersetzt Schmutz in winzige Partikel, die sich durch Regen vom Untergrund ablösen. Diese Katalysatorreaktion wird erzielt durch das lichtbeständige Weißpigment Titandioxid.

Eine bewährte Verbindung, die auch in zahlreichen modernen Sonnenschutzcremes vor aggressiver Sonneneinstrahlung schützt. Ähnlich erfüllt sie ihre Schutzfunktion auch gegen schädliche UV-Strahlen an der Fassade. So bewahren die Oberflächen für sehr lange Zeit ihre einwandfreie Optik.

Alsicolor Nova – hochwertige Fassadenfarbe mit Nano-Hybrid-Technologie

Die innovative Fassadenfarbe Alsicolor Nova verbindet dabei die Vorteile von Silikatfarben mit den positiven Eigenschaften der widerstandsfähigen Siliconharzfarben. Moderne Nano-Hybrid-Technologie spielt dabei – wie auch bei der Armierung Armatop Nova und dem Siliconleichtputz Alsilite Sc Nova – eine zentrale Rolle.

Die organischen Bindemittel der Beschichtungen enthalten sogenannte Silika-Sole als anorganische Nanopartikel. Silika-Sole sind Wasserglaspartikel von 10 bis 20 Nanometer Durchmesser. Sie bilden eine untrennbare Einheit mit der dreidimensionalen organischen Polymermatrix und gewährleisten auch die guten Brandschutzeigenschaften der Systemkomponenten und damit die Einstufung des Fassadendämmsystems in die Brandschutzklasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1.